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Kaffee-Entzug

Für viele ist eine Tasse Kaffee am Morgen schon eine Art Ritual und der Verzicht im Alltag beinahe unvorstellbar. Aber was passiert, wenn der Kaffeekonsum plötzlich eingestellt wird?

Zum Einen bleiben natürlich die allseits bekannten Wirkungen von Kaffee aus, wie erhöhte Leistungsfähigkeit und die aufweckende Wirkung.

Allerdings hat die Umstellung noch mehr Auswirkungen auf den Körper.

Kopfschmerzen

Oftmals führt der Koffein-Entzug anfangs zu starken Kopfschmerzen, die schon nach kurzer Zeit eintreten können. Ebenso wie stärkere Müdigkeit und Schlappheit, die den Effekt noch verstärken.

Leistung

Das im Kaffee enthaltene Koffein macht mental wach und leistungsfähiger. Der Verzicht kann also Konzentrationsprobleme auslösen. Auch bei körperlichen Betätigungen wie Sport kann dies eventuell zu einem Leistungsdefizit führen.

Besserer Schlaf

Weniger oder kein Kaffee hat jedoch auch positive Auswirkungen. Wer sechs Stunden vor dem Schlafengehen kein Koffein mehr zu sich nimmt hat weniger Probleme beim Ein- oder Durchschlafen. Auch soll der Kaffee-Verzicht langfristig für mehr Energie sorgen.

Weniger Ängste

Zu viel Kaffee macht nervös. Ein hoher Kaffeekonsum begünstigt somit Stress, was zu Angststörungen und Depressionen beiträgt.

Magen

Kaffee hat eine anregende Wirkung auf die Verdauung und wenn die ausbleibt kann es erstmal zu Verstopfung führen. Andererseits können auch Magenschmerzen reduziert werden, da Kaffee die Magensäure begünstigt, was Magenreizungen verursachen kann.

Gesundheit

Kaffee hat eine Menge Antioxidantien, die Krebs- und Herzproblemen vorbeugen. Auch hat Koffein eine schmerzlindernde Wirkung und wird in einigen Medikamenten eingesetzt. Dadurch kann Kaffee bei Migräne und Kopfschmerzen helfen.

Kaffee Trends 2018

Kaffee erfreut sich auch 2018 großer Beliebtheit, was nicht zuletzt an den zahlreichen neuen Trends liegt, die Kaffee immer wieder neu erfinden. Mit diesem Blogeintrag möchten wir ein paar der interessantesten vorstellen.

Der Hand Brew oder auch “Pour Over Coffee” ist Kaffee, der die Langsamkeit wieder bringt, Er wird mit einer normalen Filtermaschine aufgegossen. Der Unterschied besteht darin, dass er per Hand durch einen gewaschenen Filter aufgossen wird, da er so keine unerwünschten Papieraromen mitnimmt und langsam seinen vollen Geschmack entfalten kann.

Ein weiterer schon länger bekannter, aber immer noch sehr beliebter Trend, ist der „Cold Brew Coffee“ also mit kaltem Wasser aufgebrühter Kaffee,der mit einer French Press und grob gemahlenen Kaffee zubereitet wird.Danach zieht der„Cold Brew Coffee“ bis zu 16 Stunden lang um so sein volles Aroma zu entfalten.

Der neuste Trend stammt, wie sollte es anders sein, auch aus den USA und ist durch Social Media bekannt geworden.
Dieser Trend heißtBullet Proof“ bezeichnet eine sehr kalorienhaltige Art seinen Kaffee zu trinken denn er wird klassisch aufgebrüht und dann mit einem Löffel Butter oder Kokosöl verfeinert.

Eine verrückte Art von Kaffee bietet der „Mushroom Coffee“, der, wie der Name vermuten lässt, aus Kaffee und Pilzen besteht. Er hat einen niedrigeren Kaffee-und somit Koffeingehalt. Außerdem wird ihm die Wirkung der verwendeten Pilze nachgesagt die unter anderem das Immunsystem stärken und die Verdauung fördern sollen.

Und zum Abschluss noch ein Trend, der eigentlich keiner ist: Er stammt aus China und gehört, schon lange zur dortigen Teekultur. Dieser wird dort „Yuanyang“ genannt, was soviel wie Kaffee und Tee Bedeutet. „Cofftea“ wie er hierzulande und in den USA heißt, wird aus drei Teilen Kaffee und sieben Teilen Milch-Tee zubereitet.
Besonders gut eignen sich hierfür dunkle Teesorten wie z. B.
schwarzer Tee.

Fairtrade Kaffee

Fairtrade hört sich zwar immer gut an doch ist es das auch ?

Viele denken bei fairtrade Kaffee an gut bezahlte Bauern
und einen angemessenen Kaffeepreis,

doch sieht es in der Realität anders aus:
Viele Bauern müssen sich erst verschulden um ihren Kaffee als fairtrade zu bezeichnen,da die Aufnahme in ein solches fairtrade Programm bis zu 5000 Euro kostet.

Außerdem werden weitere jährliche Gebühren verlangt, was dafür sorgt, dass die Löhne der Bauern gedrückt werden müssen.
Weil Kontrollen nur stichprobenartig und angekündigt durchgeführt werden,
sind die Arbeitsbedingungen in den Betrieben zum Teil kaum nachvollziehbar,

infolgedessen sind die Löhne vieler vermeintlich „unfairer“ Betriebe ebenso hoch, wie die der „Fairen“.

Ein weiteres Problem ist, dass die Bauern nicht die gesamte Produktion mit dem Gütesiegel verkaufen – und an dieser Stelle wird es wirklich kritisch:Angenommen ein Kaffeebauer möchte zwei Kilogramm seiner Bohnen verkaufen:
– Mit Siegel veräußert er aber nur die Hälfte der Ware.
– Die Qualität vom ersten Kilogramm ist sehr gut.
– Hierfür erhält er 1,50 Euro auf dem Weltmarkt.
– Das zweite Kilo ist leider weniger gelungen

Für jenes kann er nur 1,20 Euro auf dem freien Markt erlösen.Er verkauft folglich die guten Kaffeebohnen ohne Siegel, die schlechten mit Siegel und erhält für jene durch den Sozialzuschlag 1,53 Euro.

Im Extremfall kann das System also dazu führen, dass schlechterer Kaffee mit Siegel in den Umlauf kommt.

Man kann abschließend sagen, dass Fairtrade Kaffee zwar gute Ansätze liefert, aber man das, was hinter einem solchen Siegel steht, als Verbraucher nicht hundertprozentig durchschauen kann, weswegen man auf die Alternative des direkt gehandelten Kaffees zurückgreifen sollte,da dieser ohne einen Zwischenhändler direkt vom Bauern verkauft wird.