Archiv für den Autor: Wolfgang

Über Wolfgang

Geschäftsführer der Marburger Kaffeerösterei "The Coffee and Tea Company" und Gründer von "Mein eigener Kaffee". Google Plus

TOP 5 der Woche 38/2014

Etwas verspätet kommt heute der Wochenrückblick mit unseren TOP 5 aus der Kaffeewelt.

  1. Schlechte Kaffeeernte in Brasilien – Brasilien ist der größte und einer der wichtigsten Exporteur für Kaffee. Wie die Landwirtschaftsbehörde Conab nun mitteilte wird der Kaffeeertrag im Jahr 2014 rund 8 Prozent unter dem Vorjahr liegen. Weiter…
  2. Jobs mit dem höchsten Kaffee-Konsum – In TV-Serien sitzen Polizisten oft mit einem Becher Kaffee im Auto und observieren. Doch eine Umfrage belegt: Gesetzeshüter sind gar nicht die größten Kaffeetrinker unter den Berufsgruppen. In diesen zehn Jobs sind Mitarbeiter süchtig nach Koffein. Weiter…
  3. Wie viel Kaffee ist gesund? – Kein Getränk ist in Deutschland beliebter als Kaffee. Rund 149 Liter trinken wir pro Jahr. Egal ob mit Milch, Zucker oder einfach schwarz: Kaffee ist aus unserem Tagesablauf nicht mehr wegzudenken. Und das nicht nur aufgrund des Geschmacks, sondern auch als Wachmacher oder einfach aus Gewohnheit. Doch was macht das schwarze Gold wirklich mit unserem Körper? Weiter…
  4. COTECA 2014 – rund um den Kaffee – Hamburg ist Europas wichtigster Einfuhrhafen für Kaffee, Tee und Kakao. Welche Bedeutung diese Produkte weltweit haben, zeigt die COTECA 2014 vom 24. bis 26. September 2014 mit ihrer Leitmesse und begleitenden Fachkonferenz auf dem Hamburger Messegelände. Weiter…
  5. Frisch Gebrühter – lange verpönt und nun wieder im Trend – Lange Zeit dominierten Kapseln und Pads in den Berliner Küchen. Doch in jüngster Zeit stehen dort auch wieder traditionelle Kaffeemaschinen. Darauf setzen auch immer mehr Szene-Cafés. Weiter…

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Trockenheit und Frost sorgen für schlechte Kaffeeernte in Brasilien

Schlechte Kaffeeernte in Brasilien

M. Großmann / pixelio.de

Brasilien ist der größte und einer der wichtigsten Exporteur für Kaffee. Wie die Landwirtschaftsbehörde Conab nun mitteilte wird der Kaffeeertrag im Jahr 2014 rund 8 Prozent unter dem Vorjahr liegen. Das entspricht 45 Millionen Kaffeesäcken, wobei jeder Sack rund 60 Kilogramm Kaffee enthält. Verantwortlich für die schlechte Ernte sind unter anderem die Trockenheit zu Beginn des Jahres sowie der letztjährige Frost in den Anbaugebieten im Bundesstaat Paraná.

Von den ungünstigen Bedingungen ist insbesondere die Sorte Arabica betroffen. Die Arabica-Kaffeebohne gehört zu den am meisten angebauten Sorten in Brasilien. Doch im Gegensatz zur Robusta-Bohne verträgt die Arabica Trockenheit und Kälte nicht so gut.

Die anhaltende Dürre sorgt nicht nur in Brasilien für Unmut, sondern auch in Deutschland und anderen Abnehmerländern. Schon das zweite Jahr in Folgen fällt die brasilianische Kaffeeernte damit schlechter aus. Im letzten Jahr verzeichnete man einen Rückgang von 3,1 Prozent. Zwar lässt sich der Rohkaffee bis zu zwei Jahren lagern, womit sich Preisschwankungen ausgleichen lassen. Doch schon im diesem Jahr hat sich der Kaffeepreis an den Rohstoff-Börsen fast verdoppelt.

Quellen:
http://www.freenet.de/finanzen/nachrichten/schlechte-kaffeeernte-in-brasilien-wegen-trockenheit_4554568_993562.html
http://www.foonds.com/article/31996/

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Serie Kaffeespezialitäten Teil 2: Latte Macchiato

In unserem ersten Teil der Serie Kaffeespezialitäten berichteten wir über den Cappuccino und haben darüber aufgeklärt, was genau die Bestandteile sind. Heute gibt es den nächsten Teil und wir stellen euch eine weitere Kaffeespezialität vor.

Heute: der Latte Macchiato.

Inhaltsübersicht

  1. Der Begriff “Latte Macchiato”
  2. Die Geschichte des Latte Macchiatos
  3. Die perfekte Latte Macchiato-Zubereitung
  4. Warum ist er so beliebt?
  5. Der Latte Macchiato: die Kalorienbombe

Der Begriff “Latte Macchiato”

Ein Latte Macchiato ist ein italienisches Kaffeegetränk, welches aus heißer Milch, einem Espresso und heißem Milchschaum besteht. Aus dem Italienischem übersetzt bedeutet es “fleckige Milch”.

Traditionell wird er in einem hohen Glas serviert, damit man die drei Schichten schön sehen kann. Neu auf dem Markt sind doppelwandige Thermogläser, in denen das Getränk länger warm bleibt. Außerdem erhält man einen schönen Schwebeeffekt – man könnte also annehmen die Flüssigkeit schwebt in dem Glas. Dazu wird ein langer Löffel gereicht.

Die Geschichte des Latte Macchiatos

Wie schon festgestellt kommt der Latte Macchiato aus Italien. Dort wurde er ursprünglich als Kaffee für Kinder erfunden. Kinder dürfen wegen des Koffeins nicht zu viel Kaffee trinken. Und so kamen die Italiener auf die Idee, viiiel Milch hinzuzugeben. Zwischenzeitlich ist das ursprüngliche Kindergetränk auch für Erwachsene der Hit. Und nicht nur in Italien ist das Kaffeegetränk der Liebling, sondern auch in Deutschland.

Die perfekte Zubereitung

Verteilung der Bestandteile eines Latte Macchiatos

Verteilung der Bestandteile eines Latte Macchiatos

Wie der Cappuccino besteht auch der Latte Macchiato aus 3 Schichten, aber in einer anderen Reihenfolge: heiße Milch, Espresso und Milchschaum. Diese Komponenten werden folgendermaßen zu einem Latte Macchiato verarbeitet:

Zunächst wird die Milch erwärmt und aufgeschäumt. Dabei entsteht Milchschaum. Die Milch wird wesentlich stärker aufgeschäumt als beim Cappuccino, so dass ein fester Milchschaum entsteht. Dann wird als erstes die Milch in das hitzebeständige Glas gegeben und anschließend der Milchschaum darauf geschichtet. Aufgrund der vielen Luft in dem Schaum, bleibt dieser als oberste Schicht bestehen. Zu guter Letzt wird ein frisch aufgebrühter Espresso vorsichtig (!) durch die Schaumschicht in das Glas gegossen. Dadurch, dass der Espresso wärmer als die Milch ist, legt er sich zwischen die Milch und den Milchschaum. Damit das so gelingt, muss man den Espresso langsam (!) eingießen. Auf diese Weise erhält man die drei typischen Schichten des Latte Macchiatos. Im Laufe der Zeit kam es dazu, dass er aus optischen Gründen mit Kakaopulver, Zimt oder auch Sirup verziert wird.

Jetzt wird klar, dass beim Latte Macchiato mehr Milch und weniger Espresso enthalten ist als im Cappuccino. Denn manch einer ist der Meinung, dass Cappuccino und Latte Macchiato dasselbe sind. Wie wir heute gelernt haben, ist dies aber nicht der Fall.

Der Latte Macchiato wird in Italien traditionell mit einem Trinkhalm serviert. Die verschiedenen Schichten werden durch diese Trinktechnik nicht vermischt.

Warum ist er so beliebt?

Unser Latte Macchiato - erhältlich in unserem Café in der Gutenbergstraße in Marburg

Unser Latte Macchiato – erhältlich in unserem Café in der Gutenbergstraße in Marburg

Für Menschen die gerne Kaffee trinken, aber nicht dn starken Geschmack des Kaffees mögen, sondern gern viel Milch hinzugeben, ist das Lifestyle Getränk eine genussvolle Alternative zum normalen Filterkaffee mit Milch. Aber auch die ansehnliche Optik gibt dem Kaffeegetränk den besonderen Kick. Die drei Schichten geben ein schönes Schauspiel, das man eigentlich nicht gern zerstören möchte. In Italien spielt die Optik keine große Rolle. Dort werden Milch und Espresso einfach gemischt und nicht im Schichtsystem angerichet.

Aufgrund des geringeren Koffeingehalts und der vielen Milch ist der Latte Macchiato bekömmlicher für empfindliche Mägen. Außerdem hat er auch einen lieblicheren Geschmack als eine Tasse Filterkaffee.

Der Latte Macchiato: die Kalorienbombe

Schon beim Lesen der Zubereitung wird einem klar, dass dieses Getränk nicht der Schlankheitshelfer Nummer 1 ist. Leider! Denn er ist soo lecker.

Aufgrund seiner Bestandteile ist der Latte Macchiato ein kalorienreiches Getränk. Wird er mit Vollmilch zubereitet, kommt ein Glas auf ca. 175 bis 200 Kilokalorien. Wenn man bedenkt, dass ein Erwachsener Mensch am Tag um die 2000 Kilokalorien zu sich nehmen soll, dann sollte es zum Abendessen nur einen Salat geben, wenn tagsüber Latte Macchiato auf dem Speiseplan stand.

Gibt man dem Latte Macchiato noch Zucker hinzu, dann steigt die Kilokalorienanzahl. Dabei hat ein Teelöffel mit rund 5 g Zucker 20,5 Kilokalorien. Eine Prise Kakao gibt dann nochmal 3 Kilokalorien oben drauf. Der Espresso trägt mit 2 Kilokalorien am wenigsten zu der Kalorienzahl bei. Wenn man das weiß, kann man mit der Milch variieren und weniger davon hinzugeben, was aber den Latte Macchiato verfälscht. Wer auf seine Figur achtet, sollte dies jedoch beachten.

Nimmt man den Latte Macchiato mit fettarmer Milch und ohne Zucker zu sich, weist er nur 99 Kilokalorien auf.

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TOP 5 der Woche 37/2014

Was war los in der letzten Woche? Wir verraten euch die neuesten News aus der Kaffeewelt.

  1. Alles ist gut, wie es aus den Händen der Natur kommt – Das wusste nicht nur Goethe. Unser geliebter Kaffee gewinnt auch in der Kosmetikindustrie als Wunderwaffe immer mehr an Bedeutung. Das Angebot an Produkten, die von der Wirkung des Kaffees Gebrauch machen, wächst und wächst, denn das im Kaffee enthaltene Koffein wirkt nicht nur belebend, sondern hilft auch dabei das Gewebe zu entwässern und den Fettabbau zu fördern. Unser Kaffee ist also nicht nur geschmacklich ein wahres Multitalent. Weiter…
  2. Vermehrt Hitzewallungen durch Kaffee? – Leiden Frauen in den Wechseljahren stark unter Hitzewallungen, sollten sie eventuell auf Kaffee verzichten. Weiter…
  3. Velibre Kaffeekapseln – Wer eine Nespresso Kapselmaschine sein Eigen nennt hat seit kurzem die Wahl mit Velibre seine Kaffeekapseln auch außerhalb der Nespresso-Boutique zu bestellen. Immer mehr Anbieter bieten also auch Kaffeekapseln für Nespressomaschinen an, so auch Velibre. Weiter…
  4. Studie zu Kaffeeverbrauch im Job – In Filmen und Serien trinkt keine Berufsgruppe mehr Kaffee als Polizisten. Eine neue Studie widerspricht jetzt dem Klischee. Demnach brauchen Menschen in einem sehr viel langweiligeren Job noch häufiger den Koffeinkick. Weiter…
  5. Kaffee und mehr: Den Opel Adam bekommt man bei Tchibo – Opel ist auf der Suche nach einem neuen Vertriebsweg und startet eine Kooperation mit dem Kaffeeröster Tchibo. Ab sofort kann man in den Tchibo-Filialen nicht nur die frisch gerösteten Kaffebohnen auch den Opel Adam bekommen. Weiter…

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“Mein eigener Kaffee” Partnerprogramm

Unser Bestreben ist es guten Kaffee zum besten Preis-Leistungsverhältnis anzubieten und dabei jedem die Möglichkeit zugeben seinen eigenen und persönlichen Kaffee selbst herzustellen und zu mischen. Nun ist es aber so, dass wir nicht jeden einzelnen Kaffeetrinker in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichen können. Aus diesem Grund benötigen wir Ihre Hilfe!

Zusammen mit dem Affiliate-Netzwerk ADCELL haben wir unser eigenes Partnerprogramm gestartet und geben jetzt jedem Seitenbetreiber, egal Blog oder eigene Webseite, die Möglichkeit „Mein eigener Kaffee“ nicht nur bekannter zu machen, sondern auch an den Umsätzen kräftig mitzuverdienen.

Wie kann man beim Partnerprogramm von „Mein eigener Kaffee“ mitmachen?

Das Mitmachen ist leichter als man denkt: Über die offizielle Webseite von ADCELL kann man sich in wenigen Minuten als Affiliate (also Partner) kostenlos anmelden. Nach der Registrierung bewirbt man sich dann hier zum Partnerprogramm von „Mein eigener Kaffee“. Jeder neue Partner ist bei uns herzlich Willkommen und erhält nach der Bestätigung seiner Partnerschaft Zugriff auf zahlreiche Werbemöglichkeiten. Unter anderem warten auf unsere neuen Affiliates diverse Banner, Links und Gutscheine, die man sofort auf seiner Webseite oder im Blog einbinden und direkt starten kann.

Jeder neue Kaffeekunde, der über die eingebundenen Werbemittel auf unseren Onlineshop kommt und anschließend eine Bestellung tätigt, bringt bares Geld. Insgesamt 10 Prozent pro Verkauf zahlen wir an unsere Affiliates aus. Für besonders reichweitenstarken Webseite und TOP-Affiliates schnüren wir gerne ein spezielles Konditionspaket.

Alle wichtigen Details und Kondition für das „Mein eigener Kaffee“-Partnerprogramm finden Sie unter http://www.adcell.de/partnerprogramme/3599, wo Sie sich in Ruhe noch einmal alles durchlesen und anschauen können. Bei Fragen rund das Partnerprogramm melden Sie sich jederzeit unter info (at) tcatc (punkt) de.

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Wildkaffee – Der Ursprung unseres heutigen Kaffees

Täglich werden 73 Millionen Tassen Kaffee in Deutschland getrunken. Manche trinken ihn schwarz, manche mit Milch, die anderen trinken lieber Latte Macchiato oder Cappuccino. Gern darf es auch mal ein Espresso zum Munterwerden sein. So gelingt es dem Kaffee jeden Gaumen auf seine spezielle Art und Weise zu erfreuen. Aber woher stammt der Kaffee eigentlich ursprünglich, wohl nicht aus dem Supermarkt von nebenan.  Denn der Ursprung aller Kaffeesorten ist der Wildkaffee aus Äthiopien. In diesem Artikel berichten wir über die Entdeckung des Kaffees und über Wissenswertes über den Ursprungskaffee.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Entdeckung des Kaffees
  2. Der Weg nach Europa
  3. Die Verbreitung der Kaffeepflanzen
  4. Die Geschichte von Kaffa
  5. Wissensertes über den Wildkaffee
  6. Das Regenwaldschutz-Projekt

Die Entdeckung des Kaffees

Die Region Kaffa auf dem Kontinent Afrika

Die Region Kaffa auf dem Kontinent Afrika

Eine Legende besagt, dass einst (6. Jahrhundert) die Ziegen des Ziegenhirten Kaldi im Südwesten des heutigen Äthiopien liegenden Königreichs Kaffa von einem Strauch mit weißen Blüten und roten Früchten gefressen haben sollen. Aufgrund dessen sprangen die Tiere die ganze Nacht herum. Der Hirte bemerkte dies und die ihm unbekannte Pflanze. So beschloss er, selbst von den süßlichen Früchten zu kosten und spürte somit die anregende und stimulierende Wirkung. Den in der Nähe lebenden Mönchen fiel die Aufruhr des Hirten auf und gingen dem nach. So entdeckten auch sie die neue Pflanze und deren zauberhafte Wirkung, durch die sie bis tief in die Nacht beten und miteinander reden konnten.

Andere Legenden erzählen, dass die Mönche die Pflanze und deren Früchte als Teufelswerk verurteilten und sie ins offene Feuer warfen. Kurz darauf waren sie von dem Duft der halbverkohlten Bohnen überrascht und sehr angetan.

So vermutet man, dass der Ursprung des Kaffees in der Region Kaffa im Südwesten Äthiopiens liegt, wo er erstmal im 9. Jahrhundert erwähnt und auch bewusst geröstet wurde. Erst im 14. Jahrhundert gelang er dann nach Arabien, wo er wahrscheinlich erst im 15. Jahrhundert geröstet und getrunken wurde. So wurde Arabien zur Monopolrolle des Kaffeeanbaus. Das Handelszentrum war die Hafenstadt Mocha (Mokka) im Jemen.

Johann Wolfgang von Goethe kam dann auf die Idee, die Bohnen zu destillieren. Später setzte der Chemiker Friedlieb Ferdinand Runge den Gedanken um und entdeckte das Koffein und wie man ihn aus dem Kaffee “entfernen” kann.

Im 16. Jahrhundert eroberte der Kaffee dann das Osmanische Reich (Türkei). Es entstanden die ersten Kaffeehäuser. Mitte des 16. Jahrhundert gelang der Kaffee nach Syrien und Kleinasien. Etliche Sultane verboten aber den Kaffee. Es ging so weit, dass Kaffeehäuser zur Strafe abgerissen und Kaffeetrinker starker Verfolgung ausgesetzt waren.  Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Getränk im Osmanischen Reich endgültig anerkannt.

Der Weg nach Europa

Wie kam der Kaffee nun nach Europa?

Im Jahre 1573 kam der Augsburger Arzt Leonhard Rauwolf in Syrien auf den Genuss des Kaffees und berichtete daraufhin darüber. Der italienische Arzt Prospero Alpini informierte Ende des 16. Jahrhunderts die Bevölkerung in Italien über das neuartige Getränk. Mitte des 17. Jahrhunderts verfügten Venedig, Oxford, London und Paris über die ersten Kaffeehäuser. In Wien eröffnete der Armenier Johannes Theodat das erste Wiener Kaffeehaus im Jahre 1685. Er erhielt als einziger Händler der Stadt, zum Dank für seine Kurierdienste, von den Stadtoberen das Privileg, 20 Jahre lang Kaffee als Getränk verkaufen zu dürfen. So eröffnete er in seinem Wohnhaus am Haarmarkt, heute Rotenturmstraße 14, das erste Wiener Kaffeehaus.

Anfänglich überwog in Deutschland die Wortform Coffee aus dem Englischen oder Niederländischen. Während des 18. Jahrhunderts setzte sich Kaffée nach dem französischen Wort café durch. Das erste deutsche Kaffeehaus wurde im Jahr 1673 in Bremen errichtet. Daraufhin folgte Hamburg im Jahr 1677. 1694 gab es bereits vier Stück. Und schon 1675 kannte man Kaffee am Hofe des Großen Kurfürsten in Berlin. Jedoch wurde erst 1721 das erste Kaffeehaus errichtet. Ende des 17. Jahrhunderts folgten dann auch Regensburg und Leipzig mit der Eröffnung der ersten Kaffeehäuser.

Im 17. Jahrhundert verbreitete sich der Kaffee in holländischen Kolonien wie z. B. Java. Auf diese Weise erhielt Holland im Handel eine Vormachtstellung. Somit faltete sich der Kaffeekonsum in immer weitere Gesellschaftskreise aus. 1766 verbot Friedrich der Große aber die private Einfuhr in den privaten Handel. Ausschließlich der preußische Staat war bemächtigt, mit Kaffee zu handeln. Das Ziel damit war, den Abfluss des Kapitals ins Ausland zu verhindern und somit die Staatskasse zu füllen. Aufgrund des Handelsverbots kam es zu einem umfassenden Schmuggel mit Kaffeebohnen. Daher wurde 1781 auch das Rösten des Kaffees in Preußen für private Haushalte verboten. Um zu überwachen, ob die Verbote auch eingehalten werden, wurden so genannte “Kaffeeriecher” eingesetzt. Diese waren ehemalige französische Soldaten. Sie sollten durch ihren Geruchssinn die illegalen Kaffeerösterein feststellen. 1787 wurde das staatliche Kaffeemonopol in Preußen jedoch wieder abgeschafft, weil sich die Kontrollen als ineffektiv erwiesen und sich so der Schaden durch Schmuggel vergrößerte.

Die Verbreitung der Kaffeepflanze

Zunächst waren die Kaffeepflanzen in Afrika und Arabien verbreitet. Man kam dann später auf die Idee sie in anderen Regionen anzubauen. Außerhalb Afrikas und Arabiens wurde die erste Anpflanzung durch den Gouverneur von Niederländisch-Indien van Hoorn im Jahre 1690 in Ceylon und auf Java vollzogen. Die verwendeten Pflanzen kamen aus Arabien. Von diesen Plantagen in Ceylon und Java gingen im Jahre 1710 mehrere Exemplare nach Europa und wurden in verschiedenen botanischen Gärten kultiviert. Dazu gehört z. B. Amsterdam, wo ein Kaffeestrauch zum ersten Mal auf europäischem Boden wuchs.

1718 gelang der Kaffee durch die Holländer nach Surinam (Südamerika). Die Franzosen brachten ihn 1725 nach Cayenne und Martinique und 1730 nach Guadeloupe. Durch die Portugiesen fanden die ersten Kaffeepflanzen 1727 auch in Brasilien ihr zu Hause. Dort mussten, wie überall in der lateinamerikanischen Plantagenwirtschaft, afrikanische Sklaven arbeiten.

Die Geschichte von Kaffa

Kaffa ist ein Königreich, das Ende des 14. Jahrhunderts durch den ersten legendären König Minjo gegründet wurde und im Südwesten des abessinischen Hochlandes lag. Es wurde zunächst von Bonga, später von Anderaccha aus regiert. Am meisten wurden Zibet (moschusähnliches Sekret) und Gold exportiert. Auch der Sklavenhandel war eine der Haupteinnahmequellen. Ende des 19. Jahrhunderts wurden sogar noch 7000 Sklaven in Kaffa verkauft. Die Gebiete nördlich des Flusses Gojeb gingen im 16. Jahrhundert an das Volk der Oromo. Dahingegen eroberte Kaffa die benachbarten kleineren Staaten der Gimira und später dann das benachbarte Walamo.

1897 wurde das Reich dann von dem äthiopischen Kaiser Menelik II. erobert. Die äthiopischen Provinzen wurden im Jahre 1942 neu organisiert. So wurde das ehemalige Königreich Kaffa mit anderen Gebieten zur Provinz Kaffa zusammengefasst. 1994 erhielt Äthiopien ein neue Verfassung und eine föderale Struktur. Mithin wurde die Provinz Kaffa in die neu geschaffene „Southern Nations, Nationalities, and Peoples Region“ mit der Hauptstadt Awass integriert.

Der erste Container Wildkaffee wurde im Sommer 2003 exportiert. Seither erlebt die Region einen regelrechten Aufschwung. Auf diese Weise besteht wieder Hoffnung für die Rettung des Regenwaldes, welcher in den letzten Jahrzehnten sehr leiden musste und folglich zurück ging und kleiner wurde. Die Ursachen liegen in dem dramatischen Bevölkerungswachstum und der zunehmenden Armut. Die Menschen drängten sich immer mehr in die Wälder, um Weide- und Ackerland anzulegen und Brennholz zu schlagen. Ferner lassen Investoren den Urwald roden, um Kaffee- und Teeplantagen zu schaffen.

Die Region Kaffa ist seit 2010 ein anerkanntes Biosphärenreservat der UNESCO im Rahmen des MAB-Programms (Programm “Der Mensch und die Biosphäre”).

Wissenswertes über den Wildkaffee

Der äthiopische Regenwald. Im Unterholz die Kaffeebäume. Quelle: http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Ffile1.npage.de%2F000751%2F24%2Fbilder%2Fwildkaffee_text_gross1.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fkaffee.npage.de%2Fwildkaffee-aus-aethiopien.html&h=328&w=493&tbnid=CQF7c6XXZ0mx7M%3A&zoom=1&docid=wQxdye1xQoIyNM&ei=I_QWVJivCYifygOJhIG4Dw&tbm=isch&client=firefox-a&iact=rc&uact=3&dur=413&page=1&start=0&ndsp=34&ved=0CDsQrQMwCQ

Der äthiopische Regenwald. Im Unterholz die Kaffeebäume.
Quelle: http://kaffee.npage.de/wildkaffee-aus-aethiopien.html

Wie der Name “Wildkaffee” schon sagt: der Kaffee wächst in Äthiopien wild in schattigen Bergwäldern. In den Wäldern gibt es mehr als 5000 Arten von coffea arabica. Im Rest der Welt sind es im Gegensatz nur ein paar Dutzend. Die Bauern pflücken die Kaffeekirschen per Hand. So können sie auf die sorgfältige Auswahl der reifen Kirschen achten. Dies ist ein wichtiges Kriterium für die sehr gute Qualität des Rohkaffees. Äthiopien ist eines der wenigen Länder auf der Welt, in dem noch wildwachsende Kaffeesträucher ihren Platz finden. Die Sträucher werden bis zu 8 m hoch, so dass es geübte Kletterer für die Ernte braucht.

Nach dem Pflücken werden die Kirschen in der Sonne vor den Hütten der Kaffichos auf Holzgestellen getrocknet und dann geschält. Das Röstbild des Kaffees ist durch die natürliche Aufbereitung nicht so gleichmäßig wie bei gewaschenenen Kaffees. Als Gegenargument ist aber zu sagen, dass sonnengetrocknete Kaffees ein viel intensiveres Aroma haben und ein einzigartige Fülle aufweisen.

Nach der Aufbereitung werden die grünen Kaffeebohnen in Bonga und dann noch einmal in Addis Abeba von Hand verlesen. Dann wird der Kaffee nach Djibouti verfrachet und von dort aus nach Hamburg verschifft. Damit der unvergleichliche Charakter des Wildkaffees zum Vorschein kommt, wird er traditionell und schonend bei ca. 200°C im Trommelröster geröstet. Auch wir gehen so in unserer Rösterei vor. So erhält er im Endeffekt eine fruchtig, würzig-schokoladige Note.

Für die Menschen in Kaffa ist Kaffee das Lebenselexier. Alles trinken ihn, einige sogar leicht gesalzen.

Das Regenwaldschutz-Projekt

Quelle: http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/regenwaldverein/

Quelle: http://www.geo.de/GEO/natur/oekologie/regenwaldverein/

Der damalige Geschäftsführer von “GEO schützt den Regenwald e.V.”, Dr. Reiner Klingholz, initiierte 2001 ein Projekt, welches den Menschen von Kaffa die Möglichkeit gibt, ihre Wälder zu schützen und zu nutzen. Die Idee ist folgende: Der Wald soll durch die Vermarktung von wild wachsendem Kaffee dauerhaft geschützt werden. Dies dient natürlich auch dem Nutzen der Menschen. Nämlich indem die örtlichen Kleinbauern eine Premium-Preis für ihr Regenwald-Produkt erhalten. Der Wald ist für sie eine wichtige Einkommensquelle. Somit liegt es in ihrem Interesse, dass die Waldflächen so gut es geht erhalten bleiben. So wurde aus der Kaffa-Region ein UNESCO-Biosphärenreservat.

Bio-Siegel

Bio-Siegel

Früher haben die Menschen in der Region Kaffa den Wildkaffee fast ausschließlich für den eigenen Verbrauch gesammelt. Dies änderte sich jedoch mit dem Export des ersten Containers Wildkaffee im Jahr 2003. Seit der Ernte aus den Jahren 2006/07 schmückt sich der Wildkaffee mit dem Biosiegel und dem von neutraler Stelle überwachten Zertifikat für soziale Nachhaltigkeit und fairen Handel (fairtrade).

Fairtrade-Siegel

Fairtrade-Siegel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Serie Kaffeespezialitäten: Cappuccino

In den meisten Cafés und Restaurants gibt es sie: die Kaffeespezialitäten. Dazu gehören   Cappuccino, Latte Macchiato, Caffé Latte, etc. Manch einer fragt sich jedoch was der Unterschied zwischen diesen Kaffeespezialitäten ist. In unserer Serie klären wie über Zusammensetzung, Zubereitung und Besonderheiten der einzelnen Kaffeespezialitäten auf.

Heute: der Cappuccino

Inhaltsübersicht

  1. Der Begriff “Cappuccino”
  2. Die Geschichte des Cappuccinos
  3. Die perfekte Cappucino-Zubereitung
  4. Verschiedene Variationen eines Cappuccinos
  5. Der Cappuccino-Effekt

Der Begriff “Cappuccino”

Ein Cappuccino ist ein italienisches Kaffeegetränk, welches aus einem Espresso, heißer Milch und heißem Milchschaum besteht.

Er wird in dickwandigen, vorgewärmten Porzellantassen angerichtet und gesüßt verzehrt. In Italien wird er fast ausschließlich zum Frühstück serviert.

In den letzten Jahren hat der Cappuccino in Deutschland an Bedeutung zugenommen und wurde zu einem der populärsten Kaffeegetränke. Fast 16 % der Deutschen trinken mindestens einmal pro Woche einen Cappuccino.

Die Geschichte des Cappuccinos

Der Cappuccino stammt von dem österreichischen Kapuziner, einer Wiener Kaffeespezialität, ab. Diese Spezialität ist ein Mokka, der mit flüssigem Schlagobers (Schlagsahne) vermengt wird. Dabei erhält das Getränk eine Färbung, die der Kutte eines Kapuzinermönches ähnelt. So kam es dazu, dass der Cappuccino seinen Namen vom italienischen Wort für „Kapuze” (cappuccio) erhielt, weil seine Farbe an die Kutte der Kapuzinermönche erinnert.

Wie aber kam man auf den Cappuccino? Wahrscheinlich entstand er, weil österreichische in Italien stationierte Soldaten weiterhin ihren gewohnten Kapuziner genießen wollten. Mit den in Italien vorzufindenden Mitteln und Zutaten haben sie sich ihren Kapuziner “gebraut”. Und so entwickelte sich mit der Zeit der heutige Cappuccino. Mit seiner Ursprungsform hat er heute aber nur noch wenig gemein.

Die perfekte Cappucino-Zubereitung

Verteilung der Bestandteile eines Cappuccinos

Verteilung der Bestandteile eines Cappuccinos

Insgesamt 3 Bestandteile sind für den perfekten Cappuccino notwendig: Espresso, Milch und Milchschaum. Diese werden wie folgt zu einem Cappuccino verarbeitet:

Zuerst wird ein einfacher Espresso aufgebrüht und in die Tasse gegeben. Dann wird die leicht cremig aufgeschäumte Milch auf den Kaffee gegeben, so dass die braune Crema des Espressos auf dem Schaum der Milch zum Vorschein kommt. So erhält der Cappuccino sein typisches Aussehen.

Bei der Zubereitung ist vor allem der Milchschaum wichtig, der dem Cappuccino seine Cremigkeit verleiht. Entscheidend ist insbesondere die Temperatur. Vor dem Erhitzen und Aufschäumen sollte die Milch kalt sein. Auf diese Weise bleibt genügend Zeit, dass feine Luftbläschen entstehen können. Die Temperatur sollte während des Erhitzens nicht die 70 Grad-Grenze übersteigen, da der Milchschaum sonst zu zerfallen droht und sich dies negativ auf den Geschmack auswirkt.

Mancher fragt sich zudem, welche Kaffeebohnen für den perfekten Cappuccino am geeignetsten sind. Darüber lässt sich streiten, denn auch hier geht es wieder um den eigenen persönlichen Geschmack. Aber: Die beliebteste Mischung ist eine Arabica-Robusta-Mischung mit dem Verhältnis 60:40. In Norditalien gibt es aber auch Mischungen mit weniger Robusta-Anteil bis hin zu 100 % Arabica. Die Robustabohne hat den Ruf als “unfeine” Kaffeebohne. Entgegen diesem Ruf ist sie aber vorteilhaft für die Zubereitung eines Cappuccinos: Ihre Würze setzt sich in dem Milchmischgetränk besonders gut durch, besser als die der säurebetonteren Arabicabohne. Und die Robustabohne produziert bei der Extraktion mehr Crema, was zu einer kräftigeren Farbe der braunen Haube sorgt.

Barista Besteck zum Herstellen von Latte Art

Barista Besteck zum Herstellen von Latte Art

Aufgrund der flüssigen Konsistenz des Milchschaums ist es möglich durch Bewegungen des Kännchens beim Eingießen des Milchschaums braun-abgestufte Muster zu gestalten. Diese kunstvolle Verzierung wird in der Fachsprache als Latte Art bezeichnet. Da gibt es Formen wie Herzen, Blätter, Tulpen, Drachen oder Schmetterling. Diese Kunst ist schon so weit fortgeschritten, dass es unter den Baristas nationale und internationale Wettbewerbe gibt.

In manchen Cafés findet man auf dem Milchschaum ein Muster aus Kakaopulver wieder. Dies kann mittels speziellen Cappuccino Schablonen kreiert werden. Auf diese Weise wird die Farbe und das Aroma der Cremahaube auf der Milch nachgebessert.

Variationen des Cappuccinos

Den Cappuccino kann man natürlich auch variieren, hier ist alles erlaubt. So ist es z. B. in Deutschland üblich den Cappuccino mit Schlagsahne statt aufgeschäumter Milch anzurichten. In Österreich ist der als Franziskaner bekannt, in Italien als cappuccino con panna.

Weiterhin ist der “Flavoured Cappuccino” bekannt. Ihm wird ein Sirup mit unterschiedlichen Geschmachsrichtungen, wie Vanille, Nuss oder Karamell hinzugegeben. Beliebt ist der Cappuccino auch mit kleinen Marshmallows auf dem Milchschaum.

In Italien gibt es folgende Varianten des Cappuccinos:

Cappuccino mit Kakao
Auf den Milchschaum wird (echter) Kakao gestreut und in der Weihnachtszeit wird er mit etwas Zimt vermischt.

Cappuccino chiaro/scuro
Weniger Espresso und mehr gekochte Milch oder mehr Espresso und weniger gekochte Milch.

Cappuccino senza fiuma
Ohne aufgeschäumte Milch.

Cappuccino freddo
Dieser Cappuccino wird kalt serviert.

Der Cappuccino-Effekt

… ist ein Effekt, der nach dem Umrühren des Cappuccinos auftritt und ein akustisches Phänomen ist.

Und so kann man sich das Phänomen anhören: Direkt nach dem Umrühren klopft man mit dem Löffel mehrmals hintereinander an die Tasse. Die Tonhöhe steigt innerhalb der ersten Sekunden gut hörbar an. Nach wiederholtem Umrühren, lässt sich der Effekt so lange wiederholen, wie noch Milchschaum vorhanden ist.

Das Phänomen findet auch statt, wenn Salz in ein Glas heißes Wasser oder kaltes Bier gegeben wird.

Über den auch genannten “hot chocolate effect” verfasste Frank Crawford 1982 die erste elementare physikalische Abhandlung.

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TOP 5 der Woche 36/2014

Am heutigen Sonntag, 07.09.2014 stellen wir euch unsere TOP 5 der Woche vor. Natürlich ganz im Zeichen des gestrigen “Tag des Kaffees”:

  1. Tag des Kaffees 2014 – Die offizielle Webseite mit vielen Informationen rund um Kaffee und den Aktionen, die in diesem Jahr 2014 durchgeführt wurden. Weiter…
  2. Was Sie über Kaffee noch nicht wussten – Am 6. September ist der Tag des Kaffees. Grund genug einen Blick auf zehn interessante Fakten über das Lieblingsgetränk der Deutschen zu werfen. Weiter…
  3. 6 Gründe wieso du mehr Kaffee trinken solltest – Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen! Vielleicht eine von vielen Erklärungen wieso Kaffee DAS Lieblingsgetränk der Deutschen ist. Jeder von uns trinkt im Durchschnitt 165 Liter pro Jahr – und das ist auch gut so! Denn Kaffee ist unglaublich gesund. Wir haben sechs Gründe für dich, guten Gewissens öfter eine Tasse Kaffee zu genießen. Weiter…
  4. Nicht die Bohne ungesund – Kaffee ist eines der Lieblingsgetränke der Deutschen. In Rheinland-Pfalz werden am Tag durchschnittlich drei Tassen getrunken, was glücklicherweise nicht bedenklich ist – die Ernährungswissenschaft hat mit den meisten Vorurteilen gegenüber diesem Getränk aufgeräumt. Kaum ein Lebensmittel ist so gut erforscht wie Kaffee. Weiter…
  5. Nestlé eröffnet gigantische Kapsel-Fabrik in Schwerin – Zwei Millionen Kapseln füllen die Maschinen in Nestlés neuer Mega-Fabrik – Tag für Tag. Mit dem Werk will der Konzern seiner Zweitmarke Dolce Gusto zum Durchbruch verhelfen. Weiter…

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TOP 5 der Woche 35/2014

Unserer Wochenrückblick der aktuellen Woche vom 18.08.-24.08.2014:

  1. Bitterer Kaffee – Burger King kauft Tim Hortons – Der US-Fastfood-Konzern Burger King übernimmt Kanadas traditionelle Kaffeekette. Das ärgert viele Kanadier, Tim Hortons gehört zur kanadischen Identität. Weiter…
  2. Macht Butter im Kaffee schlank? – Wahre Wunder soll er bewirken, der „Bulletproof Coffee“, der vermeintliche Zaubertrank aus den USA. Der „kugelsichere“ Kaffee mit Butter und Kokosöl soll nicht nur wacher und konzentrierter, sondern auch schlank machen. Was ist dran am „Superkaffee“? Weiter…
  3. 38 Arten für den perfekten Kaffee – Wie viele Kaffeearten kennt ihr eigentlich? Also ich sähe da alt aus und käme nie im Leben auf 38 verschiedene. Wer aber noch auf der Suche nach dem passenden Kaffee für sich ist, hat hier eine gute Übersicht. Weiter…
  4. Shitstorm gegen „türkischen“ Kaffee in Israel – Die angespannten Beziehungen zwischen Israel und der Türkei haben nun zur Forderung an eine Nahrungsmittelkette geführt, „türkischen“ Kaffee umzubenennen. Weiter…
  5. Im Casanova können Gäste Mittellose zum Kaffee einladen – Seit neuestem kann jeder im Casanova in Rechberghausen durch einen “Aufgeschobenen” zum Kaffeeheld werden und hilfsbedürftigen Menschen eine Freude machen. Ein Gratis-Getränk für Menschen in Not. Weiter…

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Ist Kaffee gesund oder ungesund?

Kaffee ist ungesund, macht süchtig, fördert die Krebsbildung und ist für etliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen verantwortlich! So zumindest die weitläufige Meinung. Die meisten Aussagen über Kaffee entsprechenen schlichtweg nicht der Wahrheit. Wir klären Sie in diesem Artikel über die Vor- und Nachteile von Kaffee und Koffein auf und räumen mit den Mythen und Halbwahrheiten auf.

In Deutschland werden pro Tag 73 Millionen Tassen Kaffee getrunken. Das ist ein Pro-Kopf-Verbrauch von 6,9 kg Kaffee im Jahr. Bei einem so hohen Kaffeekonsum stellen sich viele Menschen die Frage: “Ist Kaffee überhaupt gesund?”. Wer eine Antwort darauf sucht, findet meist gegensätzliche Meinungen, Halbwahrheiten und hin und wieder auch komplette Falschaussagen. Dies führt zur Verunsicherung und den Irrglauben, dass Kaffee ungesund und schlecht für die Gesundheit sei, manifestiert sich in den Köpfen der Menschen. Studien aber beweisen das Gegenteil: Kaffee wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, stärkt das Herz-Kreislauf-System und kann sogar dazu beitragen, dass kein Diabetes eintritt.

Das Koffein im Kaffee

Im Kaffee ist bekanntlich Koffein enthalten. Dieses ist ein nicht so schöner Aspekt. Es kann abhängig machen. Beim Absetzen des Koffeins kann es zu einem leichten Entzug mit Kopfschmerzen und Stimmungstief kommen. Bei Menschen, die zu viel Koffein zu sich nehmen, ist es möglich, dass sie mit Schlaflosigkeit, Herzrasen oder sogar Herzrhythmusstörungen zu kämpfen haben. Dies basiert aber auf einer schon vorher bestehen Erkrankung am Herzen. So kam es dazu, dass Mediziner lange annahmen, dass sich ständiges Kaffeetrinken negativ auf das Herz auswirke. Studien beweisen aber das Gegenteil. Ein Forscherteam aus Singapur und den USA stellten folgendes fest: Analysen von Studien ergaben, dass Menschen, die zwischen drei und fünf Tassen Kaffee am Tag trinken, seltener einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden als diese, die entweder gar keinen Kaffee oder wesentlich mehr als fünf Tassen trinken.

Fördert Kaffee Herz- und Krebserkrankungen?

Beim Rösten entstehen schädliche Stoffe. Dabei ist aber zu bedenken, dass die Konzentration dieser Stoffe sehr entscheidend ist, denn die Menge macht das Gift. Die Menge an krebserregenden Stoffen im Kaffee ist so gering, dass selbst der Experte einen hohen Kaffeekonsum für vertretbar hält.

Eine weitere Studie aus dem Jahre 2012 analysierte fünf Studien zum Thema Kaffee und Herzerkrankungen zwischen 2001 und 2011. Das Ergebnis daraus war, dass ein Kaffeekonsum von 4 Tassen Kaffee am Tag (0,4 bis 0,6 Liter) das Risiko von Herzversagen um 11 % reduzierte. Sogar 10 Tassen Kaffee am Tag beeinflussen nicht das Risiko von Herzerkrankungen.

Macht Kaffee süchtig?

Für viele Menschen ist der Kaffee am morgen und den kompletten Tag über unerlässlich. Durch den hohen Konsum könnte man denken er macht süchtig. Er tut dies sicherlich auf gewisse Weise. Aber es ist ein Gerücht, dass er süchtig macht. Kein Stoff darin ruft eine Sucht hervor. Nichts ist im Kaffee enthalten, was der Körper nicht auch von anderswo bekommen könnte. Es besteht also wenn, dann nur eine psychologische Abhängigkeit.

Wirkt Kaffee entwässernd?

Vornherein kann ich schon mal sagen: nein!

Kaffee besteht ungefähr zu 98 % aus Wasser. Er wird deshalb zur Flüssigkeitsbilanz dazugezählt, so wie ebenso jedes andere Getränk. In Italien z. B. gibt es ein Glas Wasser zum Espresso. Dies ist aber eigentlich nicht notwendig.

Kaffee als Muntermacher Nr. 1

Kaffee hat eine bemerkenswerte Wirkung: die Gehirndurchblutung und somit die Konzentration werden gesteigert. Außerdem nehmen die Reaktionsgeschwindigkeit und die Aufnahmebereitschaft unseres Gehirns zu. Kaffee ist also der absolute Wachmacher: mit einer Tasse Kaffee werden wir wieder aufmerksamer und konzentrierter als vorher. Er macht also kreativer, intelligenter und ausdauernder. Dies bedeutet aber nicht unbedingt, dass er uns den Schlaf raubt. So werden einige von 2 Tassen am späten Nachmittag munter und manche macht nur eine Tasse schläfrig.

Fazit:

Kaffee ist nicht ungesund.

Die gute Nachricht also: wer gern Kaffee trinkt, kann dies auch weiterhin tun! Juhu!

Es ist wichtig zu sagen, dass jeder Mensch anders auf Kaffee reagiert. So muss sich jeder selbst die Frage stellen, ob Kaffee gesund für ihn ist oder nicht. Beispielsweise bekommt einer vom Kaffee Kopfschmerzen und der andere nimmt gegen seine Kopfschmerzen Kaffee zu sich.

Im Folgenden habe ich nochmal eine Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen von Kaffee:

Vorteile:

  • Kaffee verringert das Risiko von Diabetes Mellitus Typ 2,
  • das Koffein senkt den Blutdruck,
  • das Koffein kurbelt den Stoffwechsel an,
  • Kaffee hat eine konzentrationssteigernde Wirkung,
  • Kaffee schützt die Leber,
  • Kaffee mindert das Risiko von Gicht,
  • Kaffee schützt vor Blasen-, Nieren-, Darm-, Brust- und Leberkrebs,
  • Kaffee beugt Alzheimer und Parkinson vor,
  • das Koffein wirkt verdauungsfördernd,
  • Kaffee ist antibakteriell und schützt daher die Zähne vor Karies.

Nachteile:

  • ein hoher Kaffeekonsum erhöht bei Schwangeren das Risiko von Totgeburten,
  • Kaffee verschlechtert Osteoporose,
  • Kaffee entzieht dem Körper Kalium und Kalzium,
  • Kaffee greift die Magenschleimhaut an,
  • ein starker Kaffeekonsum kann die Entstehung eines Glaukoms (grünen Stars) fördern.

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