Die Kaffee-Polizei

Die Kaffee Polizei

Stendal
Die Polizei beschäftigt sich mit komischen Sachen. Jedenfalls scheint im Jahre 1768 eine Notwendigkeit gegolten zu haben, sich mit dem „Mißbrauch des Caffee und Thee-Trinckens“ zu befassen. In einer Gesetzessammlung veröffentlichte die Polizei angesichts „des grossen Schadens, der daraus so wohl vor die Gesundheit, als auch für das Vermögen der meisten Menschen entstehet“, entsprechende Untersuchungen dazu.

Vergleiche zu Opium wurden gezogen: Bevor der Mensch sich an Kaffee gewöhnte, habe „derselbe Schwindel, Verzückung und andere Unordnungen hervorgebracht“ Scheinbar genau wie bei Opium-Süchtigen. Dass der Kaffee „nähre und stärke“, beruhe lediglich auf Einbildung, ganz im Gegenteil erhitze er das Blut und schwäche Gefäße und Nerven, gebe somit zu „einer beträchtlichen Menge schwer zu heilender Krankheiten Gelegenheit“.

Zum Glück wissen wir heute mehr und können unseren Kaffee unbesorgt genießen. Denn Kaffee in Maßen ist sogar gesund.

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