Kategorie-Archiv: Fairtrade

Fairtrade Kaffee

Fairtrade hört sich zwar immer gut an doch ist es das auch ?

Viele denken bei fairtrade Kaffee an gut bezahlte Bauern
und einen angemessenen Kaffeepreis,

doch sieht es in der Realität anders aus:
Viele Bauern müssen sich erst verschulden um ihren Kaffee als fairtrade zu bezeichnen,da die Aufnahme in ein solches fairtrade Programm bis zu 5000 Euro kostet.

Außerdem werden weitere jährliche Gebühren verlangt, was dafür sorgt, dass die Löhne der Bauern gedrückt werden müssen.
Weil Kontrollen nur stichprobenartig und angekündigt durchgeführt werden,
sind die Arbeitsbedingungen in den Betrieben zum Teil kaum nachvollziehbar,

infolgedessen sind die Löhne vieler vermeintlich „unfairer“ Betriebe ebenso hoch, wie die der „Fairen“.

Ein weiteres Problem ist, dass die Bauern nicht die gesamte Produktion mit dem Gütesiegel verkaufen – und an dieser Stelle wird es wirklich kritisch:Angenommen ein Kaffeebauer möchte zwei Kilogramm seiner Bohnen verkaufen:
– Mit Siegel veräußert er aber nur die Hälfte der Ware.
– Die Qualität vom ersten Kilogramm ist sehr gut.
– Hierfür erhält er 1,50 Euro auf dem Weltmarkt.
– Das zweite Kilo ist leider weniger gelungen

Für jenes kann er nur 1,20 Euro auf dem freien Markt erlösen.Er verkauft folglich die guten Kaffeebohnen ohne Siegel, die schlechten mit Siegel und erhält für jene durch den Sozialzuschlag 1,53 Euro.

Im Extremfall kann das System also dazu führen, dass schlechterer Kaffee mit Siegel in den Umlauf kommt.

Man kann abschließend sagen, dass Fairtrade Kaffee zwar gute Ansätze liefert, aber man das, was hinter einem solchen Siegel steht, als Verbraucher nicht hundertprozentig durchschauen kann, weswegen man auf die Alternative des direkt gehandelten Kaffees zurückgreifen sollte,da dieser ohne einen Zwischenhändler direkt vom Bauern verkauft wird.