Kaffeeländer und ihre Besonderheiten – Teil 2

Südamerika

Kaffee aus Brasilien Brasilien
Besonderheiten:

Rund 1/3 der gesamten Kaffeeweltproduktion geschieht innerhalb der Grenzen Brasiliens. Vier Milliarden der weltweit 15 Milliarden Kaffeebäume wachsen hier. Diese 4.000.000.000 Kaffeebäume werden in 17 von 26 der brasilianischen Staaten angebaut, aber 98 Prozent des brasilianischen Kaffeegesamtertrags stammt aus vier Staaten: Paraná, Sao Paulo, Minas Gerais und Espirito Santo. Paraná im Süden zeichnet dabei für sage und schreibe die Hälfte der Gesamtproduktion verantwortlich.

Geschmack des Kaffees:
Brasilianische Kaffees alle haben eine Sache gemeinsam: sind weich und mild mit wenig Säure. Der Rio-Kaffee schmeckt leicht medizinisch, die Sorten nahe der Küste weisen dagegen ein kräftiges Aroma an Meerwasser auf, während der Kaffee aus dem Südosten sehr nach Bourbon-Varietäten. Der Kaffee zeichnet sich durch einen ansprechend mild-würzigen Geschmack aus.

Wichtige Fakten über Kaffee aus Brasilien:
Die Kaffeetypen die in Brasilien angebaut werden sind von der Arabica- und Robusta-Sorte, und das Erntevolumen im Jahr 2009/2010 betrug 49 Mio. Säcke in denen jeweils 60 kg sind.

Kaffee aus Ecuador Ecuador
Besonderheiten:
Ecuador ist eines der wenigen Länder das sowohl Arabica als auch Robusta anbaut. Die ersten Arabica-Sorten wurden erst in den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts angepflanzt. Für den Robusta-Kaffeeanbau werden vor allem tiefer liegende, küstennahe Gebiete benutzt, andererseits wird Arabica an den Hängen der Anden gepflanzt.

Geschmack des Kaffees:
Die Bohnen haben her wenig Körper, und zeichnen sich durch einen mittleren Säuregehalt aus. Der früh geerntete ecuadorianische Kaffee hat ein äußerst intensives Aroma mit einem recht milden, ausgeglichenen Geschmack, der auch eine feine, bittere Note hat. Wenn er allerdings erst später gepflückt wird, weist er einen schärferen Geschmack auf, der feine saure und holzige Noten beinhaltet. Die Kaffeesorte „Tal der Hundertjährigen“ zum Beispiel hat eine besondere Verträglichkeit, der sich aus dem milden Geschmack mit einer feinen Schokoladennote ergibt.

Wichtige Fakten über Kaffee aus Ecuador:
Die Kaffeetypen die in Ecuador angebaut werden sind von der Arabica- und Robusta-Sorte, und das Erntevolumen im Jahr 2007/2008 betrug 0,7 Mio. Säcke in denen jeweils 60 kg sind.

Kaffee aus Galapagos Galapagos-Inseln

Besonderheiten:
Die Kaffeeproduktion der Galapagos-Inseln ist komplett biologisch, der Einsatz von Kunstdüngern, Pestiziden, Herbiziden oder Chemikalien ist gesetzlich verboten, und der Kaffee wächst auf dem nährstoffreichen, vulkanischen Boden des Archipels.

Geschmack des Kaffees:
Der Kaffee hat einen vollen Körper und einen schön abgerundeten Geschmack. Der Kaffee zeichnet sich auch mit einem sehr frischen Aroma aus und er hat eine feine schokoladige Geschmacksspur. Er hat einen leichten und wohligen Säuregehalt, und machen ihn deshalb sehr bekömmlich, während der Nachgeschmack schließlich intensiv und erfreulich lange ist.

Wichtige Fakten über Kaffee aus den Galapagos-Inseln:
Der Kaffeetyp der in den Galapagos-Inseln angebaut wird ist von der Arabica-Sorte, und das Erntevolumen beträgt 6.000 Säcke in denen jeweils 60 kg sind.

Kaffee aus Kolumbien Kolumbien
Besonderheiten:
Kolumbien war vor wenigen Jahren der zweitgrößte Kaffee-Erzeuger, gleich neben Brasilien, aber er wurde von seinem früheren Spitzenplatz von Vietnam verdrängt. Dennoch gehört der Kaffee aus Kolumbien zu einen der besten der gesamten Welt, und er gehört zu einen der wenigen sortenreinen Kaffees, die international verkauft und vermarkt werden. In dem sogenannten „Kaffeedreieck“ bestehend aus den Departements Risaralda, Quindio und Caldas wird Kaffee angebaut. Kolumbien ist der größte Erzeuger von Arabica-Bohnen weltweit. 66 Prozent der kolumbianischen Kaffeesträucher wachsen auf modernen Plantagen, der Rest wird traditionell noch auf kleinen- und Familienbetrieben produziert.

Geschmack des Kaffees:
Der Kaffee aus Kolumbien hat ein reiches, rundes Aroma, eine gute Fülle und Spuren von leicht süßlichen Nussaromen. Der feinste Kaffee hat einen kraftvollen Körper, ein volles Aroma und einen ausgewogenen Säuregehalt.

Wichtige Fakten über Kaffee aus Kolumbien:
Der Kaffeetyp der in Kolumbien angebaut wird ist von der Arabica-Sorte, und das Erntevolumen im Jahr 2009/2010 betrug 12, 5 Mio. Säcke in denen jeweils 60 kg sind.

Kaffee aus Peru Peru
Besonderheiten:
In Peru ist Kaffee das wichtigste landwirtschaftliche Exportprodukt, und nahezu der gesamte Kaffee (98 Prozent) wird von Kleinbauern in Waldgebieten angebaut. Die besten Erzeugnisse stammen aus Chanchamayo, Cusco, Norte und Puno, die dann nach Deutschland, Japan und in die USA exportiert werden, wo sie dann für Kaffeemischungen verwendet werden.

Geschmack des Kaffees:
Kaffee aus Peru ist sehr ausgewogen und besitzt eine erlesene Säure, er ist vollmundig mit einer würzig-weichen Note und feinen Schokoladen-Nuancen.

Wichtige Fakten über Kaffee aus Peru:
Der Kaffeetyp der in Peru angebaut wird ist von der Arabica-Sorte, und das Erntevolumen Im Jahr 2010 betrug 3,7 Mio. Säcke in denen jeweils 60 kg sind.

Kaffee aus Venezuela Venezuela
Besonderheiten:
Trotz der recht kleinen Rolle die die Kaffeeindustrie in Venezuela hat, war sie trotzdem recht prägend. Die Kaffeeindustrie in Venezuela ist heute mehr ausgelegt für Kaffeegenießer, wobei ein Großteil von dem Kaffee für den Eigengebrauch des Landes bestimmt ist.

Geschmack des Kaffees:
Kaffee aus Venezuela ist besonders leicht und fein, und dadurch schmeckt Kaffee aus Venezuela im Vergleich sehr lieblich und besitzt einen zarten Körper, was ihn für viele zu einem Kaffee in den Morgenstunden macht.

Wichtige Fakten über Kaffee aus Venezuela:
Der Kaffeetyp der in Venezuela angebaut wird ist von der Arabica-Sorte, und das Erntevolumen im Jahr 2007/2008 betrug 0,9 Mio. Säcke in denen jeweils 60 kg sind.

Kaffeeblüten

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