Was ist der Unterschied zwischen Espresso und “normalen Kaffee”?

Was unterscheidet Espresso und normalen Kaffee?Ihr seid in einem Café und auf der Karte gibt es eine größere Auswahl verschiedener Kaffeesorten und -zubereitungen. Das Café bietet Espresso und eine normale Tasse Kaffee an. Nun stellt ihr euch die Frage, was ist da eigentlich der Unterschied!? Hier kommt die Auflösung…

Espresso ist eine Kaffeezubereitungsart, die aus Mailand stammt. Dabei wird heißes Wasser mit hohem Druck durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl aus dunkel gerösteten Kaffeebohnen gepresst. Der “normale” Kaffee, der Filterkaffee, wird wie der Name schon sagt durch einen Filter gepresst. Bei dem Espresso dagegen wird ein Sieb verwendet, das die aromatischen Kaffeeöle durchlässt. Dadurch entsteht ein sehr starker und geschmacksintensiver Kaffee. Auf dem Kaffee bildet sich ein dichter, haselnussbrauner Schaum – die sogenannte Crema.

Damit der Espresso perfekt ist, ist eine Durchlaufzeit von 30 Sekunden wichtig. Würde es kürzer sein, würde der Espresso fade schmecken. Wenn die Zeit überschritten wird, besteht die Gefahr, dass sich zu viele Bitterstoffe freisetzen.

Es heißt ja immer, dass der Espresso mehr Koffein enthält als ein normaler Kaffee – dies ist ein Gerücht! Die Faktoren: starke Röstung der Kaffee-Bohnen, feine Mahlung und kürzere Kontaktzeit des Kaffee-Mehls mit heißem Wasser führen zu einem geringeren Koffeingehalt als die gleiche Menge Kaffeemehl. Für Espresso wird der Rohkaffee länger und dunkler geröstet. So wird der natürliche Säuregehalt der Bohnen gesenkt. Somit ist die Koffeinmenge pro Tasse Espresso geringer als pro Tasse Filterkaffee. Jedoch ist die Konzentration des Koffeins höher, da bei der Zubereitung weniger Wasser verwendet wird (klassisch: 25 ml beim Espresso und 125 ml beim Filterkaffee). Zum Zubereiten eines guten, cremigen Espressos dient eine Siebträger-Espressomaschine. Darin wird 88 bis 94 °C heißes Wasser bei einem Ausgangsdruck von etwa 9 bar durch sehr fein gemahlenes Kaffeemehl gepresst.

Die 5-M-Formel

Für die Zubereitung eines guten Espressos sind fünf Kriterien zu beachten:

  1. Mischung (Auswahl der Kaffeebohnen):
    • Qualität der Bohnen
    • Sorgfältige und zu den Bohnen passende Röstung
    • Frische der Bohnen
  2. Menge: die richtige Menge an Pulver (üblich sind 7 g)
  3. Mahlgrad: nicht zu grob und nicht zu fein
  4. Maschine: eine gute Maschine,
    • Temperatur des Wassers
    • Druck des Wassers
    • Qualität (u. a. Härtegrad) des Wassers
  5. Mensch: der Zubereiter des Getränks,
    • gefühlvolles Tampern entsprechend dem Mahlgrad (= Andrücken des Kaffeemehls im Siebträger)
    • richtig gewählte (dickwandige und vorgewärmte) Tasse, sonst kühlt der Espresso schnell aus.

Ob die Qualität des Espressos dann auch stimmt, kann man mittels der sogenannten „Inselprobe“ testen: beim Einstreuen von Zucker in den Espresso muss sich eine „Zuckerinsel“ bilden, die langsam untergeht. Passiert dies nicht, hat der Espresso zu wenig Crema oder eine Crema zu geringer Konsistenz. Ein Espresso, der die Inselprobe bestehen soll, kann nur von Siebträgermaschinen erschaffen werden.

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