In welchen Ländern wird Kaffee angebaut?

Kaffee wird in ca. 80 Ländern auf der ganzen Welt angebaut. In manchen Ländern sind die Mengen aber so klein, dass sie für den Welthandel von keinerlei Bedeutung sind bzw. wird der Kaffee dort nur für den Eigenbedarf produziert.

Inhaltsverzeichnis

  1. Der Kaffeegürtel
  2. Top 10 der Anbaugebiete der Welt
  3. Unterschiedliche Geschmacksrichtungen
  4. Kaffeeanbau in Zahlen
  5. Kaffeeraritäten

Der Kaffeegürtel

Quelle: Wikipedia http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carte_Coffea_robusta_arabic.svg

Quelle: Wikipedia
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Carte_Coffea_robusta_arabic.svg

Kaffee wächst aufgrund seiner besonderen klimatischen Anforderungen nur in tropisch-äquatorialen Ländern. Innerhalb des 23° Breitengrades nördlicher Breite und des 25° Breitengrades südlicher Breite zieht er Gewinn von frostfreiem, feucht-trockenem Wechselklima und Passatwinden. Also hat er nördlich und südlich des Äquators “sein zu Hause”. Somit zählen dazu: Mittelamerika (Karibik), Südamerika, Afrika, Südasien und, was viele gar nicht wissen, Australien!

Top 10 der Anbaugebiete der Welt

Kaffee_Produzenten_2011

Quelle: https://www.scalp-trading.com/kaffee/

1. Brasilien: 2.700.440

2. Vietnam: 1.168.000

3. Indonesien: 634.000

4. Kolumbien: 468.540

5. Äthiopien: 371.000

6. Peru: 314.000

7. Indien: 302.000

8. Honduras: 282.361

9. Guatemala: 242.839

10. Mexiko: 237.056

Summiert haben die Top 3 einen Anteil von 50-60% des jährlich weltweit hergestellten Kaffees, wobei sich der Anteil Brasiliens auf rund 33 % beläuft.

Unterschiedliche Geschmacksrichtungen

Kaffeeanbau in Brasilien

Kaffeeanbau in Brasilien

Die Top 3-Kaffees der Weltrangliste haben natürlich auch unterschiedliche Geschmacksrichtungen:

Der brasilianische Kaffee ist weich und mild mit ein wenig Säure.

Der Kaffee aus Vietnam hat unterschiedliche Qualitäten. Einerseits kann sich dieser Kaffee durch seinen ausgewogenen und harmonischen Geschmack auszeichnen. Leider betrifft das nur einen kleinen Teil der Ernte. Der größte Teil ist von durchschnittlicher Qualität und wird gerne als ‘Füller’ benutzt. Die andere Teil aus guter Qualität verwöhnt den Gaumen mit Nuancen von Kakao und leicht nussigen Aromen. Vietnam ist übrigens der größte Robusta-Lieferant.

Der indonesische Kaffee ist geschmacklich das Gegenteil der latein-amerikanischen Sorten: weiches Aroma, einen vollen Körper und einen erdigen Geschmack, der teils auch leichte Kräuternoten enthält. Deshalb sind indonesische Kaffeesorten als Bestandteil vieler Kaffeemischungen sehr bevorzugt. Er sorgt für einen durchdringenden, tiefen und nachhaltigen Geschmack. Außerdem hat er so gut wie keine Säure, so dass die Intensität des Kaffeegeschmacks im Mund vollkommen zur Geltung kommt.

Mittelamerika, Kenia und Kolumbien bauen eher Arabica-Kaffee an und  Westafrika und Südostasien den Robusta.

Kaffeeanbau in Zahlen

Die Anbaufläche weltweit beträgt ca. 10 Mio. Hektar – das sind 14.005.602 Fußballfelder. Darauf wachsen ungefähr 15 Mrd. Sträucher. Pro Hektar ergibt sich somit ein durchschnittlicher Ertrag von rund 550 kg Rohkaffee. Also wachsen auf 1,4 Fußballfeldern 550 kg Rohkaffee. Zusammengerechnet macht das rund 5 Mrd. kg Rohkaffee auf der ganzen Welt.

Kaffeeraritäten

Die einzelnen Länder haben auch ihre Raritäten.

So hat z. B. Hawaii den Hawaii Kona.  Im Kona-Distrikt, im Westen der Hauptinsel, findet der Kaffee idealste Bedingungen vor. Auf einer Höhe von 1200 bis 1600 Metern gedeiht dieser Spitzenkaffee auf fruchtbarsten Vulkanböden und wird von der Sonne verwöhnt. An den Hängen der Vulkane Mauna Loa, Hualalai und Mauna Kea erfahren die Pflanzen das optimale Maß von wärmendem Sonnenschein und kühlem Schatten. Dieser Kaffee der höchsten Güteklasse verwöhnt mit einem besonders lieblichen Aroma, das über leichte Nussnuancen verfügt und dabei mit seinem gehaltvollen Körper auf fruchtig-würzige Weise dem Gaumen schmeichelt. Die Typica-Bohne des Hawaii Kona Extra Fancy stammt von den Setzlingen einer Arabica-Pflanze ab, die ihren Weg aus Java in den botanischen Garten Amsterdams fand. Von dort aus gelangten Setzlinge nicht nur nach Jamaica, sondern über Umwege auch nach Hawaii. Kenner weltweit schätzen und lieben diesen Kaffee, das macht ihn so begehrt und selten. Wir sind glücklich, Ihnen diese äußerst rare Spezialität anbieten zu können.

Australien ist bekannt für seinen Australien Skybury. Er hat eine besonders leckere einzigartig aromatische Note für Liebhaber einer voll aromatischen aber doch nicht zu kräftigen Tasse mit mit nussigem Schoko-Aftertaste.

Jamaika hat seinen Jamaica Blue Mountain. Dieser Kaffee ist für Kenner der König unter den Kaffeesorten. Mit seinen einzigartigen schokoladig-nussigen Geschmacksnoten und einer feinen Süße, gepaart mit einer fein-milden Säure und niedrigem Koffeingehalt ist er unübertrefflich und echte Weltklasse.

Als oberste Rarität hat Indonesien den Kopi Luwak anzubieten. Er ist der teuerste Kaffee der Welt, aufgrund der Herstellung. Schleichkatzen fressen die Kaffeekirschen aufgrund ihrer Süße. Sie können die Kaffeebohnen aber nicht verdauen und scheiden sie so wieder aus. Durch die langsame Verdauung durch Bakterien und Enzyme im Darm der Schleichkatze verschwinden einige der enthaltenen Bitterstoffe fast gänzlich. Dies verändert den Geschmack des Kaffees nachhaltig: Er ist sehr würzig, mit leichtem Karamell- und Schokoaroma.

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